Wettbewerbsbetreuung "Mut zur Lücke 2010.2011"

MUT ZUR LÜCKE

Die Architektenkammer Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2007 in Abstimmung und mit Unterstützung des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr die Initiative MUT ZUR LÜCKE gestartet.


Nach einer in der ersten Phase gestarteten Internetpräsentation von beispielhaften Lückenschließungen wurden in einer zweiten Phase im Jahr 2008/2009 Architektenwettbewerbe in vier ausgewählten Städten durchgeführt. Die guten Ergebnisse haben dazu geführt, dass eine zweite Staffel von Wettbewerben durchgeführt wird. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr unterstützt die Durchführung der Verfahren erneut ideell und materiell. Zu den ausgewählten Städten gehören Stendal, Schönebeck, Blankenburg, Lutherstadt Wittenberg und Lutherstadt Eisleben.


Ziel der Wettbewerbe ist es, Planungen beispielhafter und zukunftsfähiger Lösungen für Baulücken unter Berücksichtigung größtmöglicher Barrierefreiheit und Gebäudeenergieeffizienz für eine Wohnbebauung zu erhalten und geeignete Architektinnen und Architekten für eine Umsetzung zu finden.


Zweck der Wettbewerbe ist ebenfalls, die Ansiedlung junger Familien in den Innenstädte zu fördern. Damit geht eine Entwicklung der Bestandsquartiere, die mit einer Stärkung der innerstädtischen Strukturen verbunden ist, einher. Daneben sollen private Investoren, Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften motiviert werden, in den Innenstädten entsprechend des Ergebnisses der Wettbewerbe, diese umzusetzen und Wohnungen für junge Familien in den Stadtzentren anzubieten.  

Für das Preisgericht konnten u.a. folgende Architekten gewonnen werden:

Prof. Dr.-Ing. Götz Grosche, Architekt, Magdeburg

Uwe Gänsicke, Freier Architekt, Hamburg

Henri Gnauert, Freier Architekt für Stadtplanung, Magdeburg

Matthias Rau, Freier Architekt, Ausschuß Wettbewerb und Vergabe, AK-LSA


Zehn individuellen Lösungsvorschläge zur Gestaltung von zwei innerstädtischen Baulücken wurden eingereicht.
Am 23. Februar 2011 tagte die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Götz Grosche und wählte für die Baulücke "Bruchstraße 18" einstimmig als Sieger die Lösung vom Magdeburger Büro "META architektur". Für die Baulücke "Brüderstraße/ Ecke Wüste Worth" wurden vom Preisgericht 2 zweite Preise an das ortsansässige "Architekturbüro Stendal" und an "bollmann.architekt" aus Halle vergeben.

Am 25. Februar 2011 wurden die Urkunden auf der Landes-Bau-Ausstellung durch den Minister Dr. Karl-Heinz Daehre im Beisein des Stendaler Oberbürgermeisters Klaus Schmotz offiziell vergeben.

Die feierliche Ausstellungseröffnung fand unter großer Beteiligung interessierter Bürger, der Preisträger, Verfahrensbeteiligten sowie der Jurymitglieder am 07. März 2010 im Stendaler Stadthaus statt. Der Oberbürgermeister der Hansestadt Stendal eröffnete die Ausstellung und die Freie Journalistin Cornelia Heller, die bereits die Texte zum Buch der ersten Staffel "MUT ZUR LÜCKE" schrieb, moderierte die Veranstaltung. Den Preisträgern nutzten die Möglichkeit Ihre Beiträge erläuternd darzustellen und standen den Fragen der Bürger und Investoren zur Verfügung.

Alle Wettbewerbsbeiträge wurden bis zum 29. März 2011 öffentlich im Stadthaus Stendal ausgestellt, um allen Bürgern Gelegenheit zu geben, sich ein Bild über die Ergebnisse zu machen.

Die Ergebnisse der Wettbewerbe sollen wiederum in der Diskussion über die Belebung der Innenstädte ein Multiplikator für ganz Sachsen-Anhalt sein.

Deshalb werden die Verfahren unter größtmöglicher Einbeziehung der Öffentlichkeit durchgeführt, die Ergebnisse werden in einer Broschüre und in einer Internetpräsentation veröffentlicht.